Aktivität

Ein interaktiver Reiseführer durch die Sendung “Gott hat keinen Pass”

Mit "Google My Maps" eine interaktive Karte erstellen

In der 26-minütigen Sendung “Gott hat keinen Pass” aus der Ö1 Sendereihe “Tao – aus den Religionen der Welt” begibt sich Maria Harmer auf eine Reise durch das multi-konfessionelle Sarajevo. Sie macht Halt an geschichtsträchtigen Orten, besucht religiöse Stätten der christlichen, muslimischen und jüdischen Religionsgemeinschaften und begegnet Menschen, für die das friedliche Zusammenleben der Konfessionen in dieser Stadt gelebte Realität ist.

In dieser Aktivität folgen die Schülerinnen und Schüler den Stationen des Audio-Spaziergangs und machen ihn mit “Google My Maps” auf einer Landkarte sichtbar. Die Informationen aus der Sendung werden auf das Wesentliche gekürzt und zusammen mit Bildern und Videos im digitalen Stadtplan Sarajevos eingefügt. Abschließend fungieren die Schülerinnen und Schüler als Guides, indem sie selbst in Form einer Präsentation durch die Stadt führen, die durch das Neben- und Miteinander von Orient und Okzident gekennzeichnet ist.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler

  • können Gehörtem Informationen entnehmen
  • können Informationen zusammenfassen
  • können mithilfe von Internetrecherchen notwendige Informationen ermitteln
  • können mithilfe des Internets oder von Wörterbüchern Begriffe klären
  • können eine digitale Karte mit einem Online-Tool erstellen
  • können in Teamarbeit eine Präsentation gestalten
  • erwerben Wissen über das Zusammenleben unterschiedlicher Konfessionen und Kulturen in Sarajevo

Ideen für den Unterricht

Die folgenden Unterrichtsideen können innerhalb von ein bis zwei Unterrichtsstunden umgesetzt werden, je nachdem, wie viele Teile davon schon als vorbereitende Hausübung erledigt werden.

Vor dem Anhören der Sendung

  • Vorwissen sicherstellen
    Den Schülerinnen und Schülern sollten zumindest in groben Zügen das Nationalitätenproblem der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die Balkankrise und die Ereignisse in Sarajevo bekannt sein, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Genauso ist es notwendig, Grundwissen über den Balkankrieg im ehemaligen Jugoslawien zu besitzen, um den Inhalt der Sendung verstehen zu können. Die Links und Videos, die bei der Sendung angeführt sind, ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, sich rasch einen Überblick zu verschaffen oder bereits vorhandenes Wissen aufzufrischen. Im Sinne von Flipped Classroom kann dieser selbstständige Wissenserwerb als vorbereitende Hausübung gegeben werden.
  • Gruppenbildung und Zuteilung der Sendungsabschnitte
    Die Klasse wird in 5-6 Gruppen geteilt. Jeder Gruppe werden ca. 4 bis 5 Minuten der Sendung zugeteilt. Folgende zeitliche Aufteilung ist zu empfehlen, da sie auf die in der Sendung behandelten Inhalte abgestimmt ist.
Gruppe 1: Beginn der Sendung bis 4:30 Gruppe 4: 13:00 bis 17:50
Gruppe 2: 4:30 bis 8:00 Gruppe 5: 17:50 bis 22:00
Gruppe 3: 8:00 bis 13:00 Gruppe 6: 22:00 bis Ende
  • Einrichten von Karten auf „Google My Maps“:

Die Lehrperson erstellt für jede Gruppe eine eigene Karte   mit “Google My Maps” und ermöglicht mit der Linkfreigabe (Menüpunkt “Teilen”), dass die jeweilige Gruppe sie bearbeiten kann (Einstellung: “Jeder mit dem Link darf bearbeiten”). Noch einfacher ist es, wenn die Gruppen das selbst übernehmen. Dafür muss nur ein Gruppenmitglied über ein Google-Konto verfügen. Für das Erstellen einer Karte ist ein kostenloses Google-Konto notwendig, für das Bearbeiten genügt das Öffnen des generierten Links.

Anhören der Sendung und Aktive Arbeitsphase

Die Schülerinnen und Schüler hören sich die Sendung an und notieren Stadtviertel, Straßen Gebäude und die Informationen, die man darüber in der Sendung erfährt. Ebenso werden die Namen und/oder Funktionen  der interviewten Personen und deren wichtigste Aussagen – auf Papier oder digital – schriftlich festgehalten. Folgender Hinweis ist für das Erstellen der Karte wichtig: In der Sendung wird nicht bei allen Stationen ein konkreter Straßenname genannt. In diesen Fällen werden die Karten-Punkte mithilfe der Lagebeschreibung gesetzt (z. B. in der Altstadt; in der Nähe der Kaiserkathedrale; in einer Plattenbausiedlung am Stadtrand).

Anschließend wird in der Gruppe entschieden, welche Informationen auf der Karte erscheinen sollen und welche in der Präsentation mündlich ergänzt werden. Die “Guides” sollen dabei bereits die Präsentation im Hinblick auf eine gute Verständlichkeit und zu erwartende Fragen der “Reisegruppe” mitplanen. Welche (historischen) Vorinformationen sind notwendig? Welche Begriffe müssen möglicherweise erklärt werden?

Auf “Google My Maps” werden die genannten Orte eingetragen und mit Kurzinformationen sowie mit Bildern und eventuell mit Videos versehen. Dies ist auf “Google My Maps” sehr einfach durch einen Klick auf das Kamera-Icon bzw. auf das Wort “mehr” möglich.

Präsentation

Die Gruppen präsentieren mithilfe eines Beamers ihre Reiserouten. Falls kein Beamer zur Verfügung steht, können die Karten mithilfe von Links von allen Schülerinnen und Schülern auf PCs, Tablets oder Smartphones aufgerufen und betrachtet werden. Die Links können per Mail, über einen Messenger (z. B. WhatsApp) oder Social Media geteilt oder auf eine Lernplattform gestellt werden. Im Anschluss stellt das Publikum Fragen und gibt Feedback zur jeweiligen Tour.

Materialien

Eine Videoanleitung zu “Google My Maps” ist hier abrufbar.

Hier gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen einer Karte mit “Google My Maps”.

Beispiel-Map: Drei Stationen aus dem Anfang der Reise sind dort zu finden. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler beim Einfügen von Bildern auf die Einhaltung der Urheberrechte achten. Beim Klick auf die blauen Markierungspunkte öffnen sich Bilder und Zusatzinformationen.

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„Screenshot “

unter der Lizenz CC BY-SA

Zugehörige Materialien

Sendung:
Gott hat keinen Pass
Die Sendung "Gott hat keinen Pass" aus der Ö1 Sendereihe "Tao – aus den Religionen der Welt" begibt sich auf einen Lokalaugenschein nach Sarajevo, die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas, ein Ort kultureller und ethnischer Vielfalt. Bewohnt wird die Stadt mehrheitlich von Bosniaken, knapp einem Drittel Serben und etwa sieben Prozent Kroaten. Moscheen, Kirchen und Synagogen findet man hier dicht nebeneinander.

Jahrgang

10., 11., 12., 13.

Unterrichtsfach

Fachübergreifend

Tags

Google My Maps, interaktive Landkarte, multi-konfessionell, Okzident, Orient, religiöse Toleranz, Sarajevo


Lizenz

Dieses Lernmaterial wurde vom „Ö1 macht Schule“ Team erstellt und steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz kostenlos zur Verfügung.