Aktivität

Stellung beziehen zum Thema “Gewalt in der Gesellschaft”

Erklärvideo zur Sendung „Es ist ein Schnitter, der heißt Tod …“ erstellen

In dieser Aktivität erstellen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen ein Erklärvideo mithilfe des Onlineprogrammes Adobe Spark zum Thema Gewalt in der Gesellschaft. Als Alternative zu Adobe Spark können auch Folien in PowerPoint erstellt und dazu ein Text gesprochen werden.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler können

  • komplexe wissenschaftliche Theorien in eigenen Worten wiedergeben
  • auf Basis solcher Theorien eigenständig begründete Thesen aufstellen
  • komplexe Inhalte mit Medienunterstützung sinnvoll aufbereiten und präsentieren

 

Ideen für den Unterricht

Der Sendungsinhalt ist komplex und sehr umfangreich, aber klar strukturiert aufbereitet. Grundsätzlich kann der Beitrag in zwei Teile gesplittet werden. Die erste Hälfte beschäftigt sich mit dem Dreißigjährigen Krieg und dessen literarischer Aufarbeitung, die zweite Hälfte besteht aus einem Interview mit dem Historiker und Gewaltforscher Jörg Baberowski und dessen These, dass Gewalt die Grundlage jedweder gesellschaftlicher Ordnung bilde.

Die erste Hälfte der Sendung kann als Hausübung angehört werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen  den Beitrag bis Minute 32:00 hören und die Aufgaben vom Arbeitsblatt 1 (siehe Materialien) schriftlich ausarbeiten. Diese könnten beispielsweise online in einem Online Dokument gesammelt werden (z. B. mit ZUMPAD)

Einstieg (35 Minuten)

Im Unterricht wird die Klasse in Gruppen à 3 – 4 Schülerinnen und Schüler geteilt. Jede Gruppe hört zunächst den zweiten Teil der Sendung, welche das Interview mit dem Historiker Jörg Baberowski beinhaltet.

Aktive Bearbeitungsphase (70 Minuten)

Anschließend sollen die Gruppen mit dem Onlinetool Adobe Spark ein Erklärvideo erstellen, in dem sie einerseits die wichtigsten Thesen des Forschers zusammenfassen und erläutern, andererseits auch selbstständig dazu Stellung nehmen. Als Handreichung eignet sich Arbeitsblatt 2 (siehe Materialien).

Präsentationen der Ergebnisse (45 Min)

Die Klasse sieht sich die Videos gemeinsam an und die Lehrperson nimmt diese als Anlass, den Inhalt der Sendung zu reflektieren. Begleitende Fragen können sein:

  • Wie argumentiert der Historiker Baberowski seine These?
  • Welches Verständnis seiner These gibt es?
  • Wie kommen die Schülerinnen und Schüler zu ihrer Meinung über Verantwortung gegenüber dem eigenen Handeln?

Materialien

Arbeitsblatt 1 Gewalt in der Gesellschaft

Arbeitsblatt 2 Gewalt in der Gesellschaft

Anleitung für Adobe Spark  (kostenlos, Anmeldung notwendig)

Adobe Spark Video Tutorial (englisch)

 

Gastautor

Markus_Hader_AutorDiese Unterrichtsidee wurde von Mag. Markus Hader eingereicht. Er ist seit 2013 AHS-Lehrer für die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung in Wien. Von 2012 bis 2014 war er als Vermittler an der Gedenkstätte Mauthausen tätig. Neben seiner Lehrtätigkeit und der Mitarbeit in Workshops zur politischen Bildung betreut er auch Lehramtsstudentinnen und -studenten in ihrem ersten Dienstjahr. Seit 2016 ist er Gastautor bei „Ö1 macht Schule”. 

 

 

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Blick ins Objektiv einer Kamera
Bild:
unter der Lizenz CC0

Zugehörige Materialien

Sendung:
Es ist ein Schnitter, der heißt Tod …
Noch heute gilt der Begriff "Dreißigjähriger Krieg" als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin. Es war der längste und blutigste bewaffnete Religionskonflikt der Geschichte. Dabei war, als am 23. Mai 1618 protestantische Aristokraten die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, kaum abzusehen, was folgen sollte: ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne "europäische Krieg".

Jahrgang

10., 11., 12., 13.

Unterrichtsfach

Fachübergreifend

Tags

Dreißigjähriger Krieg, Gesellschaft, Gewalttheorie, Krieg


Lizenz

Dieses Lernmaterial wurde vom „Ö1 macht Schule“ Team erstellt und steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz kostenlos zur Verfügung.