Aktivität

Wer bin ich? Wer will ich sein?

Multimediales Plakat über mich selbst gestalten

Die Jugendlichen schaffen mit dem Tool Glogster oder Adobe Spark Page multimediale Plakate, auf denen sie sich selbst darstellen. Beide Tools sind kostenlos, funktionieren aber nur nach Registrierung. Ziel ist es, ein möglichst buntes, umfangreiches und zutreffendes Bild von sich selbst zu gestalten. In Textform sollen die Burschen mindestens fünf gute Eigenschaften, die sie sich selbst zuschreiben, angeben.

Diese Unterrichtsaktivität ist auch als Gestaltung eines E-Books mit Book Creator (dieses Tool funktioniert nur mit dem Chrome Browser) gut ausführbar. Jeder Schüler braucht dafür einen Computer.

Lernziele

Die Schüler können:

  • ihre Persönlichkeit und ihr Leben reflektieren
  • sich selbst und ihre Vorlieben darstellen
  • sich Gedanken über ihre Ziele und Zukunft machen
  • durch die Darstellung der eigenen Persönlichkeit Verstärkung erfahren
  • positive Verstärkung durch das Feedback der Mitschüler bekommen

Ideen für den Unterricht

Dem Thema der Ö1 Radiokolleg Sendung Burschen unter Druck entsprechend, bietet sich diese Aktivität für reine Burschengruppen an. Natürlich ist sie auch für gemischtgeschlechtliche Gruppen geeignet. Die Formulierungen in dieser Anleitung sind dem Thema der Sendung gemäß nur an männliche Schüler gerichtet. Es folgen weitere Unterrichtsideen, die nach Belieben auch isoliert voneinander ausführbar sind. Für das multimediale Plakat: “Das bin ich” sind ein bis zwei Unterrichtseinheiten erforderlich.

1. Einführung in das Thema (ca. 20 min)

Zur Einführung in das Thema, wird der erste Teil der Ö1 Reihe Radiokolleg Burschen unter Druck angehört. Das Anhören der Sendung kann gemeinsam zu Beginn der Unterrichtseinheit erfolgen, ist aber im Sinne der Flipped Classroom Methode auch zu Hause möglich.

2. Interaktive Plakate gestalten: “Das bin ich” (ca. 20 min)

Mit dem kostenlosen Online-Tool Glogster gestalten die Jugendlichen interaktive Plakate, auf denen sie sich selbst darstellen. Zentraler Ausgangspunkt des Plakates ist ein Foto, auf dem der Jugendliche gut sichtbar ist und mit dem er sich identifiziert. Es ist daher ratsam, bereits in der vorhergehenden Unterrichtsstunde anzukündigen, dass ein solches gebraucht wird.

Falls es räumlich möglich ist, wäre es gut, wenn jeder Schüler ganz für sich alleine arbeitet, ohne auf die anderen Bildschirme zu sehen. Wichtig ist, dass die Inhalte wirklich das Individuum abbilden. Die Schüler sollen soviel wie möglich von den positiven Dingen, die ihr Leben ausmachen, darstellen. Das können Videos, Fotos, Texte, Zeichnungen, etc. sein. Die bildnerische und farbliche Gestaltung ist der eigenen Kreativität überlassen. Einzige Ausnahme: jeder Schüler muss mindestens fünf Charaktereigenschaften, die er an sich selbst mag, in Worten und roter Schrift auf dem Plakat unterbringen. Sehr wichtig: Aus dem Web dürfen aus urheberrechtlichen Gründen nur Bilder verwendet werden, die unter einer geeigneten CC-Lizenz stehen.

3. Präsentation (ca. 10 min)

In der Präsentationsphase gehen die Schüler im Klassenraum umher und betrachten die fertigen Collagen direkt auf den Bildschirmen. Die einzelnen Plakate können aber auch auf der interaktiven Pinnwand Padlet gesammelt werden und von der Lehrperson mit dem Beamer gezeigt werden.

Padlet macht die unmittelbare Interaktion von allen Teilnehmern möglich. Ein weiterer Arbeitsschritt könnte sein, dass jeder Schüler zu jedem Plakat eine Eigenschaft schreibt, die er an dem Burschen schätzt oder eine wertschätzenden Bemerkung.

4. Ideen für analoge Aktivitäten (jeweils ca. 1o – 15 min)

Es ist auch denkbar, die Plakate auszudrucken und im Klassenraum aufzuhängen. Die Interaktivität (z. B. das Ansehen von Videos oder Anhören von Soundfiles) ist dann nicht mehr möglich. Die Schüler gehen herum und sehen sich die fertigen Poster an. Eine analoge Erweiterung dieser Aktiviät wäre das Arbeiten mit klebenden Notizblättern (Post-it). Jeder Schüler klebt zu jedem der anderen Plakate ein Post-it mit einer guten Eigenschaft des betreffenden Jungen oder einer wertschätzenden Bemerkung.

An dieser Stelle könnte auch das gute alte Faltblattspiel gespielt werden. Jeder Schüler erhält ein leeres Blatt Papier im A4 Format, auf das er oben in erster Zeile seinen Namen schreibt. Dieses Blatt wird reihum weitergegeben. Der Schüler, der das Blatt bekommt schreibt eine Eigenschaft, die er an dem Jungen, dessen Name auf dem Papier steht, mag oder eine andere wertschätzende Bemerkung darauf. Wichtig ist, dass der erste Eintrag ganz am unteren Rand des Papiers erfolgt. Danach wird das Blatt so nach hinten gefaltet, dass das Geschriebene nicht mehr zu sehen ist und an den nächsten Schüler weitergereicht und so fort. Wenn das Blatt die Runde gemacht hat und wieder zu seinem Besitzer zurückkommt, faltet er es auseinander und erhält eine Liste mit lauter guten Eigenschaften und wertschätzenden Bemerkungen zu seiner Person. Diese kann fotografiert und dem multimedialen Plakat hinzugefügt werden.

5. (Interaktive) Plakate gestalten: “Ich in der Zukunft” (ca. 30 min)

In einer folgenden Unterrichtseinheit kann ein neues Plakat zum Thema: “Ich in der Zukunft” estellt werden. Jeder  Schüler gestaltet ein weiteres interaktives Plakat, auf dem er eine Vision von sich selbst in der Zukunft darstellt. Ausdrücklicher Arbeitsauftrag: rund um sich schreibt jeder Junge jene Eigenschaften und Stärken, die ihn zu einem vielbewunderten Menschen machen. Dieses Plakat kann wieder mit Glogster oder mit Adobe Spark Page erstellt oder dem E-Book (Book Creator) hinzugefügt werden. Eine analoge Zeichnung mit Papier und Stift wäre aber ebenso eine denkbare Variante. Die Präsentation dieser Poster erfolgt wie in Punkt 3.

Materialien

So könnte ein Glogster Plakat oder ein Adobe Spark Page aussehen.


Glogster


Adobe Spark Page

Vorlage Zeichnung “Wer will ich sein?”

 


Glogster


Adobe Spark Page


Padlet

 

 

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„Screenshot“
von "Ö1 macht Schule"
unter der Lizenz CC0

Zugehörige Materialien

Sendung:
Burschen unter Druck
Es ist nicht leicht, ein junger Mann zu werden. Denn eine Flut von Verhaltensregeln schreibt vor, was Mann zu tun hat und was zu unterlassen. Vom Kindergartenalter an wird alles sanktioniert, was vielen Buben Spaß macht. Raufen, Rangeln, Kräftemessen sind Tabu. Wer angepasst und still ist, wird im meist weiblich dominierten Schulsystem eher reüssieren. Statistisch gesehen brechen mehr männliche Schüler ihre Schulausbildung ab als weibliche. Der Start ins Berufsleben wird damit schwieriger. Sind Burschen dümmer als Mädchen? Was brauchen sie, um im System zu bleiben?

Jahrgang

10., 7., 8., 9.

Unterrichtsfach

Fachübergreifend

Tags

Adobe Spark, Book Creator, Burschen, Burschenarbeit, Geschlechterrollen, Glogster, Identität, Interaktives Plakat, Ö1 Radiokolleg, padlet


Lizenz

Dieses Lernmaterial wurde vom „Ö1 macht Schule“ Team erstellt und steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz kostenlos zur Verfügung.